Moderne Architektur in Chişinău

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Die sowjetische Ära hat in der Innenstadt von Chişinău / Кишинёв, der Hauptstadt der Republik Moldau, deutliche Spuren hinterlassen. Zahlreiche Bauten der sozialistischen Moderne prägen die im Zweiten Weltkrieg schwer zerstörte Stadt. Deren jüngster ist der oben abgebildete Präsidentenpalast des Taschkenter Architekten Yuri Bogdanovich Tumanyan. Das imposante Gebäude mit seiner Kombination aus weißer Fassade und schwarzem Glas wurde im Jahr 1990 fertiggestellt, gerade einmal ein Jahr später löste sich die Republik Moldau aus der Union und proklamierte ihre Unabhängigkeit. Es befindet sich am Bulevardul Ștefan cel Mare şi Sfînt, gegenüber dem Parlamentsgebäude:

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Dieses nicht minder imposante Objekt wurde 1976 von Alexander Cherdantsev und Gregori Bosenko erbaut.

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Schräg gegenüber trifft man auf das Ministerium für Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie, eines der höchsten Gebäude der Stadt.

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Ein ähnliches Hochhaus ist auf der gegenüberliegenden Seite des Stadtzentrums, am anderen Ende des Bulevardul Ștefan cel Mare şi Sfînt, anzutreffen. Es beherbergt den Firmensitz von Moldtelecom, dem größten moldauischen Telefon- und Mobilfunkanbieter.

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Direkt daneben steht eines der beeindruckendsten Gebäude Chişinăus, das Kaufhaus UNIC. Es wurde 1983 erbaut und zeigt sich innen wie außen weitgehend im Ursprungszustand. Die alten Rolltreppen sorgen für Höllenlärm und das Logo erinnert an den Film Starship Troopers. Retrofuturismus in Reinform.

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Endzeitstimmung verbreitet dagegen das benachbarte Hotel Naţional, erbaut im Jahr 1978 von Vladimir Shalaginov und A. Gorbuntsov. Das Gebäude steht seit geraumer Zeit leer.

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Noch in Betrieb ist dagegen das Hotel Cosmos am Bulevardul Constantin Negruzzi, wenn auch nur teilweise. Die oberen zehn der 22 Etagen werden nicht mehr benutzt. Erbaut wurde es von Semyon Schoiket und A. Kiritschenko.

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Dieses eigenwillige Hochhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite war für viele Jahre eine Bauruine. Vermutlich kam es durch das Ende der Sowjetunion zur Bauunterbrechung, das Gebäude stand jahrelang als Rohbau herum. Im Laufe des Jahres 2011 scheint es seiner Fertigstellung deutlich näher gekommen zu sein, auf Bildern des Vorjahres zeigen sich die oberen Etagen noch unverkleidet.

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Die Aufnahmen entstanden am 12. und 13. November 2011.

Literatur:

Diaconu Ion: Architecture Of Chisinau. Chişinău 2011.

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