Rendsburger Hochbrücke

Foto: Jiří 7256 – 1024x768

Eine der berühmtesten Eisenbahnbrücken Deutschlands ist die zwischen 1911 und 1913 erbaute Rendsburger Hochbrücke. Die 2,5 Kilometer lange Stahlkonstruktion liegt an der Strecke Neumünster – Flensburg und überspannt den Nord-Ostsee-Kanal im Stadtgebiet von Rendsburg (Landkreis Rendburg-Eckernförde) in einer Höhe von 42 Meter.

Die Bahnstrecke von Neumünster nach Rendsburg war bereits 1845 eröffnet worden, der Kanal ging 50 Jahre später, am 1. Juli 1895, in Betrieb. Zunächst diente eine Drehbrücke zur Überquerung des Kanals, der damals 67 Meter breit war. Schon 1907 begannen die Arbeiten zur Erweiterung auf eine Breite von 102 Metern, die zum Bau der Hochbrücke führte. Um auf die erforderliche Durchfahrtshöhe von 42 Metern zu gelangen, war der Bau von mehreren Kilometer langen Auffartrampen nötig. Die gesamte Konstruktion ist 7,5 Kilometer lang. Da der auf der Nordseite des Kanals gelegene Bahnhof Rendsburg nur 600 Meter von diesem etfernt liegt, war hier eine Schleifenkonstruktion nötig. In einem weiten Bogen gewinnt die Strecke hier an Höhe und umrundet dabei das so genannte Stadtviertel Schleife.

Auf der Karte sind Bahnhof, Schleife und Brücke zu sehen, rechts befindet sich zudem eine Kanalfähre.

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Autofahrer und Fußgänger können den Kanal jedoch auch mittels einer einzigartigen Konstruktion überqueren, der Rendsburger Schwebefähre. Diese bewegt sich auf Schienen, die an der Unterseite der Brücke befestigt sind, und wird mit Elektromotoeren angebtriebens. Die Fährbühne hängt an zwölf Seilen und bietet Platz für vier PKWs. Die Fähre verkehrt im 15-Minuten-Takt und beötigt für eine Überfahrt etwa zwei Minuten.

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Unter der Brücke befindet sich neben einem Café auch ein Souveniermünzenprägeautomat.

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Die Aufnahmen entstanden am 2. Januar 2012.

Literatur:

Wikipedia: Nord-Ostsee-Kanal. 2012.

Wikipedia: Rendsburger Hochbrücke. 2012.

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5 Antworten auf Rendsburger Hochbrücke

  1. mube53 sagt:

    Schwebefähre…..sehr cool!

  2. Lakritze sagt:

    Ich wußte nicht, daß es das überhaupt gibt. Muß ich mal hin!
    Sehr schön auch der kleine Pavillon mit der genieteten Stahlkonstruktion.

  3. Jiří 7256 sagt:

    Das mit der Fähre hab ich auch erst vor einigen Monaten entdeckt, obwohl mir die Brücke schon seit der Kindheit ein Begriff ist. Mussten bei der Abfahrt erstmal 15 Minuten, weil die Gondel schon voll war, aber hat sich gelohnt, so hatten wir dann den vorderen Platz. Es gibt übrigens noch eine Schwebefähre, zwischen Hamburg und Bremerhaven: http://www.schwebefaehre-osten.de/ …das nächst Mal dann…

  4. Philipp Elph sagt:

    Die Eisenbahnbrücke hat mich alsKind vor langer Zeit fasziniert. Ich habe dieses ertse mal nie vergessen.
    Ähnlich eindrucksvoll war für mich die „Geislinger Steige“, bei der beim „Aufstieg“ eine zweite Dampfflok vorgespannt werden mußte, damit der Zug die Steigung bewältigen konnte. Noch heute toll, wenn man vorn im Zug sitzt und den Schwanz sehen kann.

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