Tiraspol 01/12: Hauptstadt in Anführungszeichen

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– Stadtportrait in zwölf Teilen –

01 Hauptstadt in Anführungszeichen
02 Transnistrischer Wahlkampf
03 Wohnblocks
04 Audi 80, VW Passat & Co.
05 Квас / Пиво
06 Sheriff / Шериф
07 Kvint
08 Trolleybusse
09 Transnistrische Taxiwerbung
10 Verführerische Aufsteller
11 Automaten
12 Парк кулътуры и отдыха Победа

Willkommen in der PMR

Die Postleitzahl von Tiraspol am Dnjestr lautet MD-3300, offiziell handelt es sich um die zweitgrößte Stadt in der Republik Moldau. Doch wer sich ihr aus Richtung der moldauischen Hauptstadt Chişinău nähert, der stößt an der Landstraße auf eine Grenze, die auf keiner Karte verzeichnet ist. Hier beginnt ein Land, das von keinem Staat der Welt anerkannt wird und doch existiert, mit eigenem Geld, eigenen Autokennzeichen und eigenen Briefmarken. Im Deutschen ist es in erster Linie unter dem Namen Transnistrien bekannt, selbst bezeichnet es sich jedoch als Приднестровская Молдавская Республика (Pridnestrovskaya Moldavskaya Respublika). Da es für die UN offiziell überhaupt nicht existiert, gibt es auch keine einheitliche Bezeichnung. Allein im Englischen kursieren laut Wikipedia über zehn verschiedene Schreibweisen.

Die „Hauptstadt“ dieses „Staates“ ist die 150.000-Einwohner-Metropole Tiraspol. In Westeuropa nimmt kaum jemand Notiz von dem kleinen Landstrich, der sich auf einer Länge von etwa 200 Kilometern an der moldauisch-ukrainischen Grenze erstreckt – in der Breite sind es an manchen Stellen lediglich fünf Kilometer. Entstanden ist der Separatistenstaat beim Zerfall der Sowjetunion Anfang der 90er Jahre. Schon bevor sich die Moldauische Sowjetrepublik 1991 für souverän erklärte, löste sich Transnistrien heraus und begann damit, eigene staatliche Strukturen aufzubauen. Grund hierfür waren damalige Pläne der Machthaber in Chişinău, das mehrheitlich rumänischsprachige Moldau mit Rumänien zu vereinigen. Dies regte Widerstand in der eher von Russen und Ukrainern besiedelten Region östlich des Dnjester. Umgekehrt wollte die Führung in Chişinău die Unabhängigkeitsbestrebungen Transnistriens nicht hinnehmen, da sich hier der Großteil der Industrie der ansonsten agrarisch strukturierten ehemaligen Moldauischen Sowjetrepublik befand.

Militärisches Gebaren dominiert noch heute die staatliche Propaganda in Transnistrien – und nimmt, wie hier zum 20jährigen Bestehen der PMR-Milizen, geradezu alberne Züge an Foto: Jiří 7256 – 1024x768

Das Parlamentsgebäude darf angeblich nicht fotografiert werden, ist jedoch auf dem 50-Rubel-Schein abgebildet Foto: Jiří 7256 – 1024x768

Panzerdenkmal gegenüber dem Parlamentsgebäude Foto: Jiří 7256 – 1024x768

Bürgerkrieg und russische „Friedenstruppen“

Im März 1992 eskalierte der Konflikt und führte zu bewaffneten Auseinandersetzungen, in deren Verlauf über 1.000 Menschen ums Leben kamen. Erst im August konnten die Kampfhandlungen unter russischer Vermittlung beendet werden. Seither ist die russische Armee in Transnistrien stationiert, auch wenn sie sich bereits im Jahr 2002 zum Abzug verpflichtet hatte. Eine friedenssichernde Truppe aus russischen, moldauischen und transnistrischen Soldaten kontrolliert nach wie vor die damals schwer umkämpfte Stadt Bender. Der endgültige Status Transnistriens ist bis heute ungeklärt, man spricht von einem eingefrorenen Konflikt. Politische Beobachter hegen teilweise den Verdacht, dass die Eliten beiderseits des Dnjestr kaum Interesse an einer Konfliktlösung haben, da sie vom Status Quo profitieren. Erschwerend kommt hinzu, dass Russland offenbar aus geostrategischen Erwägungen kein Interesse an einem Truppenabzug aus Transnistrien hat.

Während die Republik Moldau heute eine halbwegs seriöse Demokratie ist, konnte sich östlich des Dnjestr mit russischer Unterstützung eine Art Privat-Diktatur ausbilden, die bisweilen bizarre Blüten trägt. Einziger Präsident in der Geschichte der Republik ist seit über 20 Jahren Igor Smirnow, ehemaliger Direktor eines Tiraspoler Elektro-Großbetriebs. Er gewann bislang alle transnistrischen Wahlen mit deutlicher Mehrheit, so 1996, 2001 und 2006. Keine davon wurde je international anerkannt, da Transnistrien an sich kein völkerrechtlich anerkannter Staat ist. Im kommenden Dezember stehen erneut Wahlen an. Smirnow regiert autokratisch und hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein Machtsystem aufgebaut, das Mitgliedern seiner Familie wichtige Positionen in Politik und Wirtschaft verschafft. Völlig ungeniert ernannte er beispielsweise seinen Sohn Wladimir zum Chef der nationalen Zollbehörde.

Igor Smirnow (r.) mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew auf einem Propagandaplakat in der Innenstadt von Tiraspol Foto: Jiří 7256 – 1024x768

„Sowjet-Freizeitpark“ und „Schwarzes Loch Eurpoas“

Wenn Transnistrien in deutschsprachigen Medien auftaucht, dann entweder in Zusammenhang mit organisiertem Verbrechen, als „rechtsfreier Raum“ oder als „sowjetisches Freilichtmuseum“. Tatsächlich wurde hier vieles beim Alten belassen, die Straßen sind nach wie vor nach Karl Liebknecht, Karl Marx und Rosa Luxemburg benannt, vor dem Parlamentsgebäude steht eine Lenin-Statue und im Staatswappen finden sich Hammer und Sichel wieder. Mehr als Show ist dies jedoch nicht, Smirnow selbst äußerte sich in einem Interview mit dem Spiegel folgendermaßen: Wir wollen nicht alles vernichten, was unsere Vorfahren geschaffen haben. Der Ährenkranz war das Symbol der Moldauischen Sowjetrepublik. Haben Sie noch nie den Hammer und die Sichel im Staatssymbol Österreichs gesehen? Wir haben weder Denkmäler umgestürzt, noch Straßen umbenannt, auch nicht die nach Ihrem Landsmann, dem Kommunisten Karl Liebknecht. Geschichte soll man studieren, aber nicht nachträglich zu ändern versuchen.

Also nichts mit dem Kommunismus. Der Vorsitzende der oppositionellen Kommunistischen Partei, Oleg Chorschan, wurde gar zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er Protestkundgebungen gegen Smirnow veranstaltet hatte. Die Sache mit dem orgnaisierten Verbrechen scheint dagegen der Realität etwas näher zu kommen. Was an der Sensationsmeldung über aus russischen Armeebeständen verschwundene radioaktive Materialien dran war, lässt sich wohl heute kaum noch sagen. Der Schmuggel mit Hühnerfleisch und Alkohol an der ukrainischen Grenze war allerdings Realität, auch wenn Smirnow das nicht wahr haben will. Seit hier jedoch intensive internationale Kontrollen durchgeführt werden, scheint das transnistrische Imperium zu bröckeln, wie kürzlich in der FAZ zu lesen war.

Das Staatswappen der PMR Foto: Jiří 7256 – 1024x768

Von wegen Kommunismus: Немецкая техника Kärcher теперь и у нас! (Deutsche Kärcher-Technik jetzt bei uns!) Foto: Jiří 7256 – 768x1024

Leben im „Freizeitpark“

Zudem schwindet die Unterstützung aus Russland, doch dazu mehr im zweiten Teil. Was allerdings viele Artikel gerne ausblenden, ist dass in diesem so genannten „Sowjet-Freizeitpark“ einen halbe Million Menschen lebt. Zwar geht es diesen wirtschlaftlich aufgrund der dortigen Industrie offenbar besser als im benachbarten Moldau, doch sind sie weit davon entfernt, in einem freien Land zu leben. Ein transnistrischer Reisepass ist das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt ist. Daher besitzt offenbar jeder noch zusätzlich einen russischen, ukrainischen oder moldauischen Pass, um reisen zu können.

In puncto Menschenrechte wurden bereits schwere Vorwürfe gegen das Regime von Igor Smirnow erhoben, da der rumänischsprachigen Bevölkerung die Verwendung des lateinischen Alphabets untersagt wird. Offiziell ist Transnistrien dreisprachig, es gibt hier Russisch, Ukrainisch und Rumänisch. De facto ist jedoch Russisch die einzige Amtssprache, viele rumänischsprachigen Kinder besuchen keinen Unterricht in ihrer Muttersprache. Im Jahr 2004 drohte die Situation zu eskalieren, als die Behörden rumänischsprachige Schulen schließen wollten, weil die betreffenden Lehrer trotz Verbots die Kinder im lateinischen Alphabet unterrichtet hatten. Der Hintergrund: Nach der Unabhängigkeit der Republik Moldau kehrte die Gesellschaft dort zum lateinischen Alphabet zurück, wie es auch in Rumänien verwendet wird, die transnistrische Regierung akzeptiert rumänisch jedoch nur mit kyrillischem Alphabet. Die Vorfälle erlangten damals internationale Aufmerksamkeit.

Auch was die Meinungs- und Pressefreiheit angeht, scheint die PMR nicht gerade das Paradies aus Erden zu sein. Hört man sich um, so heißt es, man habe an sich nichts zu befürchten, so lange man sich nicht politisch engagiere. Es existieren zwar unabhängige Printmedien, doch ist der Großteil der Presse in der Hand regierungsnaher Kreise.

Auf der улица 25 Октября (Straße des 25. Oktober), der Haupteinkaufsstraße Tiraspols Foto: Jiří 7256 – 1024x768

Lebensmittelgeschäft an der улица 25 Октября (Straße des 25. Oktober) Foto: Jiří 7256 – 1024x768

Trolleybus auf der улица 25 Октября (Straße des 25. Oktober) Foto: Jiří 7256 – 1024x768

Normalität in Absurdistan

Trotz alledem: An sich ist es gar ein recht schmuckes Städtchen, trotz des Fehlens jeglicher „Sehenswürdigkeit“ im klassischen Sinn. Zahlreiche Bauten aus dem 19. Jahrhundert haben sich hier erhalten, die Straßen sind zum Großteil als breite Alleen angelegt. Gegründet wurde Tiraspol im Jahr 1792 und ein Blick auf den Stadtplan zeigt das zeittypische Schachbrettmuster. Zwischen die Altbauten mischen sich Wohnblocks aus der kommunistischen Ära und postmoderne Bauten in internationaler Glasfassaden-Optik. Wären da nicht das transnistrische Spielgeld und die Propaganda-Poster, so würde hier nichts weiter auffallen. Und selbst letztere sind nicht so allgegenwärtig, wie manch ein Zeitungsartikel suggeriert.

Mit dem Geld ist es dennoch etwas seltsam. Der Automat an der улица 25 Октября (Straße des 25. Oktober), einer der wenigen in der Stadt, gibt US-Dollar und russische Rubel aus, jedoch keine transnistrischen Rubel. Allerdings gibt es an jeder Ecke eine Wechselstube: im Postamt, im Kvint-Schnapsladen und im Spielcasino, letztere ist 24 Stunden geöffnet. Im örtlichen Puma-Shop sind die Preise in Dollar ausgezeichnet und unterscheiden sich kaum von denen in Mitteleuropa. Die transnistrischen Rubel dienen eher der Bezahlung im örtlichen Sheriff-Supermarkt oder im Trolleybus. Transnistrische Briefmarken gelten nur für Inlandspost, für Briefe ins Ausland werden moldauische Marken ausgegeben.

Transnistrischer 25-Rubel-Schein

Transnistrische Briefmarken

Tiraspol gilt als eine ungemein sichere Stadt. Kleinkriminalität ist praktisch nicht vorhanden, wohl auch weil die Miliz allgegenwärtig ist. Über diese allerdings kursieren ebenso düstere Geschichten wie über das ganze Land. Von Bestechungsgeldforderungen und Beschlagnahmungen von Kameras ist da die Rede. Es macht jedoch den Eindruck, als wolle die transnistrische Führung von ihrem schlechten Image wegkommen, solche Vorfälle finden sich in jüngeren Reiseberichten kaum noch.

Abgesehen von der hohen Präsenz uniformierter Gestalten unterscheidet sich das Leben auf den Straßen Tiraspols vordergründig kaum von dem in irgendeiner anderen Stadt dieser Größenordnung. Es gibt Bars und Discotheken, Buchhandlungen, Musikgeschäfte, einen FC-Sheriff-Fanshop, eine Universität mit germanistischer Fakultät und in Form von Andy’s Pizza sogar eine Fast-Food-Kette mit mehreren Filialen. Im Sommer lädt der Strand am Ufer des Dnjestr zum Baden ein. Hier im Stadtgebiet bildet der Fluss nicht die Grenze. Wie die Stadt Bender ist auch der Tiraspol gegenüberliegende Ort Chiţcani zwar rechts des Dnjestr gelegen, trotzdem jedoch unter transnistrischer Kontrolle. An der Brücke mit den kunterbunten Straßenlaternen stehen die allgegenwärtige Milizionäre und kontrollieren den PKW-Verkehr, wie auch an der berüchtigten Brücke an der Straße nach Bender.

Tiraspol by night: die Dnjestr-Brücke mit den bunten Laternen Foto: Jiří 7256 – 1024x768

Buchhandlung an der улица 25 Октября (Straße des 25. Oktober) Foto: Jiří 7256 – 1024x768

Büros zu vermieten, улица Мира (Friedensstraße) Foto: Jiří 7256 – 1024x768

Vergangenheit und Gegenwart Foto: Jiří 7256 – 768x1024

Die Halbwertszeit scheint längst überschritten

Wie lange es den bizarren Kleinstaat Transnistrien bzw. PMR noch geben wird, ist derweil unklar. Eine Dauerlösung ist der gegenwärtige Zustand nicht und wenn man Informationen der FAZ glauben kann, dann geht laut internationalen Zollfahndern dem Regime spätestens in zwei Jahren das Geld aus. Zu dicht seien mittlwerweile die Kontrollen an der ukrainisch-transnistrischen Grenze, zu eng die Kooperation der moldauischen und ukrainischen Fahnder.

Dass Smirnow allerdings durch die anstehende Wahl am 11. Dezember beseitigt wird, erscheint angesichts der bisherigen Wahlergebnisse wenig wahrscheinlich, jedoch nicht ganz utopisch. Da nun auch die russische Unterstützung für ihn wegbricht und Moskau eine Wiedervereinigung mit der Republik Moldau befürwortet, dürfte sich die Republik mit der rot-grün-roten Flagge bald erledigt haben, egal wie die Wahl ausgeht. Noch kann man sie allerdings bereisen. Man muss dazu ledigleich an der Grenze einen Passierschein ausfüllen und sich bei der örtlichen Polizei registrieren, sofern man übernachten will. Die früher berüchtigten Schmiergeldforderungen scheinen zumindest an der Grenze zur Republik Moldau der Vergangenheit anzugehören.

Lebensmittelgeschäft an der Ecke улица 25 Октября (Straße des 25. Oktober) / улица Котовского (Kotowskistraße) Foto: Jiří 7256 – 768x1024

Allee an der Straße zum Bahnhof, улица Ленина (Leninstraße) Foto: Jiří 7256 – 768x1024

Der Bahnhof von Tiraspol – der Personenverkehr auf transnistrischem Territorium wird von der Ukrainischen Staatsbahn abgewickelt Foto: Jiří 7256 – 1024x768

24-Stunden-Spielothek mit Wechselstube an der улица 25 Октября (Straße des 25. Oktober) Foto: Jiří 7256 – 1024x768

Die Aufnahmen entstanden zwischen dem 9. und 11. November 2011.

Literatur:

Ballin, André (derStandard.at): Russland erhöht Druck auf Transnistrien. 2011.

Diers, Knut (TAZ): Lenins letzter Landstrich. 2009.

Dornblüth, Gesine (SWR2): Stillstand am Dnjestr. Der Transnistrien-Konflikt. 2011.

Hillgruber, Katrin (Welt Online): Die Patrioten von Transnistrien. 2008.

Klußmann, Uwe (Spiegel Online): „Sie sollten uns nicht mit der DDR verwechseln“ (Interview mit Igor Smirnow). 2009.

Menn, Andreas (Der Tagesspiegel): Nostalgie mit System. 2010.

Mihai, Silviu (der Freitag): Gescheitert, aber bunt. 2011.

Schuller, Konrad (FAZ): Transnistriens unstillbarer Appetit. 2011.

Verseck, Keno (TAZ): Alarmstufe Rot in Transnistrien. 2004.

Wikipedia: Igor Smirnow. 2011.

Wikipedia: Tiraspol. 2011.

Wikipedia: Transnistrien. 2011.

Wikipedia: Transnistrien-Konflikt. 2011.

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5 Antworten auf Tiraspol 01/12: Hauptstadt in Anführungszeichen

  1. mube53 sagt:

    …sehr interessant! Warst Du selbst in der ПМР ?

  2. Katzebextra sagt:

    Zitat „Es existieren zwar unabhängige Printmedien, doch ist der Großteil der Presse in der Hand regierungsnaher Kreise.“
    Ist diese Formulierung korrekt? Meint sie finanziell unabhängig? Meinungsfrei sind sie doch eher nicht. Der beschreibene Zustand passt auch auf unsere Medienlandschaft. Ich behaupte, sie ist in großen Teilen zumindest in Parteienhand.

  3. Jiří 7256 sagt:

    Unanhängig meint hier zunächst finanziell unabhängig und bezieht sich auf die in einem bei Wikipedia verlinkten OSCE-Bericht (http://www.osce.org/fom/14399) genannten drei Zeitschriften / Zeitungen, die nicht in Besitz des Smirnow-Klans sind. Dem Papier zufolge berichten diese auch unabhängig von der staatlichen Propaganda. Ich denke bei aller Kritikwürdigkeit der deutschen Medienlandschaft ist ein Vergleich zur PMR schwierig. Aus dem selben OSCE-Papier:

    The general media climate in the region can be described as restrictive, although short of open harassment of the few media outlets that proclaim themselves as independent. Only three newspapers are non-governmental, not only organisationally and financially, but also providing political journalism independent of the government line: Chelovek i Ego Prava from Tiraspol, Novaya Gazeta from Benderi, and Dobrii Den in Ribnitsa. All other outlets are either “state-controlled”, or published by local non-government organizations close to the “state”.
    Open pressure, including violent tactics, were recently used against the newspaper Chelovek i Ego Prava (The Individual and His Rights) and its two founders (for more details see the chapter bellow). Other independent newspapers reported civil libel suits and threatening phone calls from local authorities. In addition, methods of administrative discrimination are often utilized: increased fees for printing services, for renting of facilities, etc. Several editors mentioned that their distributors had been threatened.

  4. vilmoskörte sagt:

    Was es nicht alles gibt: Staaten, die es nicht gibt.

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